Geschlechtsspezifische Medien

Was ist gemeint, wenn wir von geschlechtsspezifischen Medien sprechen? Sind Sie jemals auf eine stock-image-Website gegangen oder haben Bilder in Suchmaschinen unter dem Begriff „Meeting“ gesucht und in den Ergebnissen fast ausschließlich Männer in Anzügen gesehen? Oder haben Sie schon einmal Bilder von Lehrern gesucht und finden überwiegend solche, auf denen lächelnde Frauen zu sehen sind? Die Nutzung von Geschlechterstereotypen, um über die Bilder Ideen und Konzepte der Medienentwickler zu transportieren, ist ein Beispiel geschlechtsspezifischer Medien.

 

Welche Aussage macht beispielsweise dieses Icon eines Wickelraumes bloß über die reine Verwendung des Bildes? Dass Windeln wechseln die Aufgabe der Frau ist? Als das Zeichen designt wurde, bediente sich der Grafiker eines Rollenklischees und übermittelt dadurch automatisch eine Nachricht.

Dabei muss das nicht unbedingt so sein! Man kann in dieser Situation vollständig auf die Darstellung von Erwachsenen verzichten, um zu verdeutlichen, dass beide Geschlechter  Windeln wechseln können. Die Vorstellung weiter zu verfestigen, dass Frauen für die Kinderbetreuung verantwortlich sind, ist nicht mehr zeitgemäß. Außerdem ist es kränkend, Frauen darauf festzulegen und dabei ihre Kompetenzen nicht genügend zu würdigen. Gleichzeitig führt die fehlende Anerkennung der Tatsache, dass Männer diese Aufgabe ebenfalls übernehmen können, zu einer einseitigen Wahrnehmung, was Maskulinität bedeutet.

Die Wirkungen von geschlechtsspezifischen Bildern sehen wir jeden Tag in den Medien, die Stereotype und Rollenklischees immer wieder nutzen und damit unbewusst in unseren Köpfen verfestigen. Als jemand, der mit digitalen Medien arbeitet oder diese entwickelt, können Sie diese Wirkungen und Aussagen ändern! Klicken Sie hier, um herauszufinden wie!